Nachts mäßiger bis strenger Frost

In der kalten Jahreszeit ist Frost in den Nächten nicht ungewöhnlich. Meistens handelt sich dabei um leichten Frost von wenigen Grad unter dem Gefrierpunkt. Abgesehen von Straßenglätte bedeuten ein paar Grad unter 0°C keine besondere Gefährdung, lediglich Früh- und Spätfrost kann im Herbst und Frühling schädlich für Pflanzen sein. Wenn allerdings in den Nächten ein Temperaturrückgang unter minus 5 Grad, erst recht unter minus 10°C droht, dann ist Vorsicht angesagt.

Der Temperaturbereich zwischen minus 5 und minus 10°C wird üblicherweise als mäßiger Frost bezeichnet, unter minus 10°C herrscht „strenger“ Frost. Sofern Sie im Wetterbericht derartige Angaben hören, sollten Sie folgende Punkte überprüfen:

  • Reicht der Frostschutz im Kühlwasser und in der Scheibenwischanlage ihres PKWs?
  • Generell sollten Sie mehr Zeit für Autofahrten einplanen. Selbst bei trockenem Frostwetter kann Ihre Atemluft die Autoscheiben von innen beschlagen lassen, zudem sollte der Motor des Fahrzeugs erst einigermaßen aufgewärmt sein, bevor Sie mit höherer Motordrehzahl schneller fahren
  • Haben Sie im Auto, auf dem Balkon oder im Gartenhaus noch Getränke oder andere Flüssigkeiten, die einfrieren könnten?
  • Bei einem Aufenthalt im Freien sollten Sie auf angepasste Kleidung achten. Selbst ein einfacher Spaziergang kann bei etwas Wind und Temperaturwerten unter minus 10°C die Gefahr von Erfrierungen an Ohren, Händen und Füßen zur Folge haben.
  • Frostwetter lässt die Haut schnell austrocknen. Sorgen Sie mit Hautcremes für ausreichende Feuchtigkeit der Haut. 
  • Bei Kahlfrost (also Frost ohne nennenswerter Schneedecke) dringt der Frost rasch in den Boden ein. Es besteht die Gefahr von Einfrieren der Wasserleitungen.
  • Sollte Ihre Wohnung eine Neigung zur geringen Luftfeuchtigkeit haben, dann benutzen Sie Luftbefeuchter. Bei Frostwetter ist die absolute Feuchte in der Luft sehr gering – selbst bei Nebel oder Schneefall. Sobald sie in die Wohnung gelangt und sich durch die Heizungseinrichtung erwärmt, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit in der Wohnung stark ab. Beispiel: Bei einer Lufttemperatur von minus 5°C und einem Taupunkt von minus 10°C liegt die relative Luftfeuchtigkeit bei 68%. Bei gleich bleibendem Taupunkt von minus 10°C und einer Lufttemperatur von 20°C (also Wohnungstemperatur) liegt die relative Luftfeuchtigkeit bei nur 12%! In der Realität mischt sich beim Lüften der Wohnung während frostiger Wetterbedingungen die Luftmassen in der Wohnung mit der von außen einströmenden Kaltluft. Im Standardfall liegt der Taupunkt der Raumtemperatur bei plus 10°C. Bei einer angenommen Lufttemperatur von 20°C entspricht dies einer relativen Luftfeuchtigkeit von 53%. Sollte der Taupunkt der gemischten Luftmasse nun auf 0°C zurückgehen, läge die relative Luftfeuchtigkeit nur bei 26%! Es wäre also extrem trocken in der Wohnung.
Bei mäßigem bis strengem Frost treten im Alltag nicht nur etliche
 Probleme auf, sondern selbst größere und salzhaltige Gewässer
vereisen bei diesen tiefen Temperaturwerten.
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